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Samstag, 15. Juni 2013

Gastbeitrag: 30 Tage vegan // Ein Erfahrungsbericht

Hallo, ihr Lieben! Meine Freundin Nika hat sich ein paar Minuten Zeit genommen, um von ihrer 30-Tage-vegan-Challenge zu berichten! Sie hat das Ganze toll via Instagram dokumentiert und mir gleich ein paar Bilder zur Verfügung gestellt. Wir alle wissen, dass das Thema jede Menge Diskussionspotenzial hat, aber ich würde mir wünschen, dass das ganze auf freundlichem Wege geschieht. Nicht vergessen: Jeder kann frei entscheiden, wie er sich ernährt :) Und damit überlasse ich Nika das Wort...



Zur Zeit hört man immer mehr über den Veganismus. Setzt man sich etwas genauer damit auseinander, kann man feststellen, dass es immer mehr zu einer Art Trend wird. Bis vor ein paar Wochen hätte ich es mir nie vorstellen können, aber ich wurde neugierig und habe mich rangetraut. Ich habe mich die letzten 30 Tage vegan ernährt und wollte euch einen kleinen Erfahrungsbericht liefern.

Vor etwas mehr als einem Monat, nach einem Besuch bei der Blockhouse Tochter "Jim Block", kam mir die Idee, eine Woche auf Fleisch zu verzichten. Aus Fleisch wurden dann alle tierischen Produkte (Ei, Milch, Butter, Käse, …) und aus der Woche wurde ein Monat, denn ansonsten wäre mir die Herausforderung nicht groß genug gewesen. Mein Freund und sein Mitbewohner waren auch mit dabei und so starteten wir am 6. Mai 2013 unsere eigene kleine 30-days-vegan-Challenge! Puh, von einen Tag auf den anderen vegan. Und jetzt?!

Vegane Tofu Burger / Dinkelsalat mit Tomaten, Frühlingszwiebeln und Schnittlauch

Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich essen kann und was nicht. Dank Atilla Hildmanns Buch Vegan for Fun und der großen Menge an Foren in sozialen Netzwerken und anderen Internetseiten war es jedoch gar nicht so schwer, sich in vor Augen zu führen, dass Veganer ja gar nicht nur Salat essen! Das Internet bietet unglaublich viele Tipps und Rezepte, die nur darauf warten ausprobiert zu werden (klasse fand ich beispielsweise nomyourself auf IG).

Wir gingen los und kauften ein, das wurde ganz schön teuer. Sojamilch anstatt "normaler" Milch, Sojajoghurt anstatt "normalem" Joghurt. Nicht Jedermanns Sache! Hartweizennudeln und Reis kamen mit. Dinkel und Hirse dürfen bei mir auch nicht fehlen, da kann man immer etwas draus zaubern. Und Gemüse, ganz viel Gemüse.



Dessert aus Teig, Sojajoghurt und roten Früchten / Bruschetta und Hirsesalat

Dann ging es an's Essen zubereiten. Für meinen Freund war das Frühstück die schwierigste Umstellung: Kein Nutella? Keine Salami? Kein Frischkäse? Aber er konnte sich in einen neu verlieben: Avocado mit Tomate, Salz und Pfeffer auf einer Scheibe Brot. Mittlerweile einer seiner Lieblingssnacks! Natürlich muss man auch nicht auf süßes Frühstück verzichten: Haferflocken, Früchte und Sojamilch/-joghurt lieferten mir alles, was ich morgens brauchte. Im Allgemeinen kann man behaupten, dass das Kochen keine große Hürde darstellt. Wenn man erst einmal die richtigen Zutaten zu Hause hat, ist es super einfach zu Kochen und satt zu werden.



Pilze, Soja und Frühlingszwiebeln zu Reis / Zucchini-Pasta

Das größte Problem war jedoch das Essen ausser Haus. Überall muss nachgefragt werden, ob Ei im Pizzateig oder Sahne in der Sauce ist. Die meisten Kellner gucken einen auf solche Fragen nur verdutzt an, da sie diese selbst nicht beantworten können. Die Lösung vieler Nicht-Fleisch-Esser: Zuhause vegan, unterwegs vegetarisch. Absolut machbar.

Ich esse nun nach diesen 30 Tagen wieder größtenteils wie vorher. Das erste mal wieder Fleisch zu essen war sehr befremdlich, es hat sich nicht richtig angefühlt, aber ich denke das ist normal. Viele beschließen nach so einer Challenge den veganen Lebensstil beizubehalten, aber dafür hat es bei mir nicht gereicht. Ich habe mich innerhalb weniger Tage wieder an Fleisch gewöhnt. Es war aber super interessant, es einmal auszuprobieren. Zwischendrin haben wir zwar oft an uns selbst gezweifelt (z.B. beim Grillfest auf dem Campus der Hochschule), aber ich bin super stolz, dass wir es durchgehalten haben.



Rabarberkuchen / Bunter Salat (Avocado, Walnüsse, Tomante, Frühlingszwiebeln & Schalotten)

Was mir dieser Monat gebracht hat? Er hat mein Bewusstsein für Nahrungsmittel unglaublich erweitert. Das andauernde Nachlesen der Inhaltsstoffe (Was soll denn bitte Süßmolkenpulver in Chips?!) hat mir ein klareres Verständnis dafür gegeben, was wir eigentlich alle jeden Tag zu uns nehmen. Ich habe beschlossen keine Eier mehr zu kaufen und Sojamilch finde ich eh viel leckerer als herkömmliche. Fleisch muss bei mir generell nicht sein, aber ab und zu esse ich es doch gerne.

Was meint ihr? Würdet ihr es aushalten einen Monat komplett auf tierische Produkte zu verzichten? Ich lege die 30 Tage Challenge jedem ans Herz, denn insgesamt fällt mein Fazit - obwohl ich jetzt offiziell wieder größtenteils wie vorher esse - postiv aus.

Falls ihr an ein paar mehr Bildern interessiert seid, schaut doch mal auf meinem Instragram Account (Klick) vorbei. Liebe Grüße, Nika

Kommentare:

  1. Ich finde es auch toll dass du es ausprobiert hast, aber auch ein bisschen schade das es für dich nicht gereicht hat und du wieder angefangen hast Fleisch zu essen... Es durchzuhalten und es einfach auszuprobieren erfordert schon etwas Mut :) find ich gut

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  2. ich muss das auch unbedingt mal in Angriff nehmen... ich bin schon 7 Jahre Vegetarier und ich wette man kann zumindest teilzeit-vegan ganz gut leben :)
    das nächste mal gibt's dann halt sojamilch :)
    Nur Käse Ersatz dürfte schwierig werden, ich hab nämlich gehört, veganer Käse wäre nicht so besonders lecker.. .und ich esse eigentlich gerne Käse...

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  3. Vom Fleischesser zum Veganer, das hätte ich um ehrlich zu sein nicht geschafft! Ich bin seit über 17 Jahren Vegetarierin und habe 2010/2011 für 1 1/2 Jahre vegan gelebt. Eigentlich wollte ich dabei bleiben, habe aber gesundheitliche Probleme bekommen. Jetzt bin ich wieder vegetarisch. Aber, wie du gesagt hast liebe Nika, man wird bewusster! Ich achte jetzt auch viel mehr darauf, was ich esse!

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  4. super das du es ausprobiert hast :) selbst ernähre ich mich seit über 2 jahren vegan und ich höre immer wieder von allen möglichen leuten "also ich könnte das ja nicht" obwohl sie es gerene würden, nur ausprobieren wollen sie es dann auch nicht
    lg

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  5. Als ich gerade die Überschrift des Blogeintrags gelesen habe, dachte ich mir prompt "na, viel Glück dabei". Ich selbst bin glutenintollerant und mein Cousin ist Veganer, an sich kein Problem, aber bei einer Familienfeier im Restaurant, eine unüberbrückbare Hürde.

    Wer viel außer Haus isst oder reist, schafft das einfach nicht. Mit veganer Ernährung wird einem da etwas untergejubelt und man könnte noch drüber wegsehen (bzw man merkt es halt nicht), ich merke es leider ein paar Stunden später, ob die Kellner ihr Wort gehalten haben. :/

    Sicher interessant, aber ich glaube vor allem merkt man schnell, wie schwer das im sozialen Leben ist (hast du ja auch - Fast Food kann man quasi streichen bis auf Fritten). Daheim kochen wiederum ist absolut kein Ding - das macht Spaß und man kann sich ausprobieren, aber unterwegs nervt das einfach.

    Auch eine Erfahrung: war mit einer Freundin (Pescetarierin) in China essen und sie sagte dem Kellner 2 mal, dass sie vegetarisch isst und sie bekam trotzdem kleine Stückchen Huhn im Essen. Er meinte es halt gut mit ihr.


    liebe Grüße~

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  6. Hey :)
    Ein toller Gastbeitrag, dein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, schön zu lesen.
    Ich lebe selbst sein einiger Zeit als Vegetarierin und es fällt mir gar nicht schwer. Fleisch mag ich rein geschmacklich größtenteils nicht und außerdem habe ich Mitleid mit den Tieren. Es lässt sich eigentlich gut leben, nur ab und zu vermisse ich "normale" Gummibärchen oder auch beim Grillen das Würstchen.
    Aber wenn man sich für diesen Weg entschieden hat ist man das nach einiger Zeit gewöhnt.
    Die 30-Tage-Challenge klingt super, wär ich nicht eh schon Vegetarier, würde ich das glatt ausprobieren :)
    Liebe Grüße, Julia Friederike

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  7. ich war auch einen monat vegan (es sollten eigentlich 2 werden, aber ich habe nicht durch gehalten). insgesamt war es ziemlich spannend.
    allerdings sojamilch und viele soja produkte finde ich vom geschmack her extrem gewöhnungsbedürftig. habe ich auch umgangen, weil es so gar nicht meins war.
    cool finde ich aber, dass dein freund und deine mitbewohner mitgemacht haben! wie hast du sie überzeugt?

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    1. Hey Sophie,
      der Mitbewohner meines Freundes hatte das ganze schonmal 5 Tage ausprobiert und gemerkt, wie gut es ihm getan hat, also hatte er eh vor es zu wiederholen. Mein Freund isst zwar gerne Fleisch, hält aber auch wenig von Massentierhaltung und wollte seinen Horizont - genau wie ich :) - ein wenig erweitern, denke ich. Ich musste die beiden also nicht großartig überreden. Dazu kommt, dass sie auch noch eine Wette daraus gemacht haben: Wer es länger aushält, gewinnt ganze 10€ :D
      Und zu den Sojaprodukten: Sojamilch trinke ich gerne, aber Sojajoghurt gefällt mir gaaaar nicht. Umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt wieder "normalen" Joghurt essen kann :)
      LG
      Nika

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    2. Sophie, es gibt aber auch noch viel mehr Milch-Alternativen, wie z.B. Reis-, Hafer-, Mandelmilch usw. Vielleicht ist da ja was für dich dabei? :)

      Nika, hast du eigentlich auch den Sojafruchtjoghurt probiert? Da gibt es ja auch viele Sorten und ich persönlich finde die sehr lecker. Den puren Sojajoghurt mische ich auch meistens mit anderen Sachen (aber man gewöhnt sich letztendlich an alles ;)

      Ich finde es übrigens toll, dass du die Challenge gemeistert hast! Natürlich ist es schade, dass du wieder Fleisch isst :P Aber ich finde super, dass du dennoch etwas für dich daraus ziehen konntest. Und jetzt müsste es theoretisch nicht mehr heißen "zu Hause vegan, unterwegs vegetarisch" sondern "unterwegs vegetarisch und zu Hause Fleisch"..
      Außerdem kann man jetzt nicht mehr sagen, du hättest es nicht versucht, denn viele meckern ja immer, ohne es überhaupt mal zu probieren ;) Also: Schöner Gastbeitrag!

      LG ♥

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    3. Hey Jana :) Sojafruchtjoghurt ja, und auch der "Natur-"Sojajoghurt von Rewe ist noch in Ordnung. Aber er ist eben gezuckert. Im Bioladen gibt es ungezuckerten, das ist der den ich nicht mag. Und da ich Joghurt gerne zu herzhaften Sachen essen (zB auch als Dip für Gurken und co) hat das irgendwie alles nicht gepasst :/

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  8. Toller Beitrag; hat Spaß gemacht ihn zu lesen!
    Ich bin seit 15 Jahren Vegetarierin; ich glaube da waren anfangs die Hürden
    ähnlich hoch wie jetzt, wenn man sich dazu entscheidet vegan zu leben. Inzwischen ist vegetarisch leben ja kein Problem mehr. Auch wenn es wesentlich konsequenter wäre, aber so richtig überzeugt vegan mich nicht.^^

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Danke für deinen Kommentar :)

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